Kundengruppe
Berufstätige, Unternehmen,
Kategorie
Dauer
60 Unterrichtseinheiten (2 Monate)
Preis
1.100,00 EUR*
* Dieses Seminar ist von der Umsatzsteuer befreit.
** Rabatte sind nicht kombinierbar.
Ein rechtssicherer Jahresabschluss ist die Visitenkarte jedes Unternehmens und das Fundament für steuerliche und strategische Entscheidungen. Gerade im Mittelstand greifen Handelsrecht, Steuerrecht und Gesellschaftsrecht jedoch komplex ineinander. Reine Standardkenntnisse reichen oft nicht aus, um steuerliche Risiken zu minimieren und bilanzpolitische Spielräume optimal zu nutzen.
Dieser Fachlehrgang vermittelt Ihnen in 60 Unterrichtseinheiten (UE) ein tiefgehendes, praxisnahes Verständnis für die Erstellung und Auswertung des Einzelabschlusses nach HGB. Neben den klassischen Ansatz- und Bewertungsregeln liegt der Fokus gezielt auf den Abweichungen zur Steuerbilanz sowie den typischen steuerrechtlichen Sonderkonstellationen des Mittelstands (wie z. B. Betriebsaufspaltungen und Gesellschafter-Rechtsgeschäfte). Sie erwerben die Kompetenz, auch komplexe Bilanzierungsfälle selbstständig, rechtssicher und steueroptimiert zu lösen.
Ihr Nutzen auf einen Blick:
• Gezielte Vertiefung: Fokus rein auf den praxisrelevanten Einzelabschluss (HGB) - kein Konzernrecht.
• Schnittstellenkompetenz: Sie beherrschen die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz.
• Sonderwissen für KMU: Fundiertes Know-how zu Mitunternehmerschaften und steuerlichen Sonderkonstrukten.
• Rechtssicherheit im Mittelstand: Verträge zwischen Gesellschaft und Gesellschaftern bilanziell korrekt abbilden.
• Karriere-Vorteil: Qualifikation für höherwertige Aufgaben in der Abschlusserstellung und Bilanzbuchhaltung.
Modul 1: Der Einzelabschluss nach HGB - Grundlagen & Vertiefung (24 UE)
• Rechtlicher Rahmen: Vorschriften für alle Kaufleute vs. ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Größenklassen).
• Anlagevermögen im Fokus: Planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, immaterielle Vermögensgegenstände, Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) und Sammelposten.
• Umlaufvermögen & Vorräte: Inventurverfahren, Bewertungsvereinfachungen (Lifo/Fifo), Niederstwertprinzip und strenge Wertberichtigungen auf Forderungen.
• Passivseite rechtssicher abbilden: Abgrenzung von Rückstellungen (Pensions-, Urlaubs-, Steuerrückstellungen) zu Verbindlichkeiten. Rechnungsabgrenzungsposten.
Modul 2: Die Schnittstelle zur Steuerbilanz (16 UE)
• Das Maßgeblichkeitsprinzip: Grundlagen, Tragweite und die gezielte Durchbrechung der Maßgeblichkeit.
• Ansatz- und Bewertungswahlrechte: Wo Handels- und Steuerrecht auseinanderdriften (z. B. Aktivierungsverbote, steuerliche Sonderabschreibungen).
• Latente Steuern: Notwendigkeit, Berechnung und Ausweis im HGB-Abschluss bei Abweichungen zur Steuerbilanz.
Modul 3: Personengesellschaften & Mitunternehmerschaften (10 UE)
• Bilanzierung bei GbR, oHG und KG / GmbH & Co. KG: Besonderheiten des Eigenkapitalausweises (Kapitalkonto I & II, Verlustverrechnungskonten).
• Die steuerliche Besonderheit: Sonderbilanzen und Ergänzungsbilanzen bei Mitunternehmern (z. B. bei Einbringungen oder Sonderbetriebsausgaben/-einnahmen).
Modul 4: KMU-Sonderkonstellationen & Gesellschafterrecht (10 UE)
• Rechtsgeschäfte zwischen Gesellschaft und Gesellschafter: Verträge mit dem GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer (Gehalt, Miete, Darlehen, Einbringung/Verkauf von Vermögensgegenständen) - steuerliche Anerkennung und Vermeidung verdeckter Gewinnausschüttungen (vGA).
• Die Betriebsaufspaltung in der Praxis: Voraussetzungen (sachliche und personelle Verflechtung), bilanzielle Auswirkungen, laufende Besteuerung und die enormen steuerlichen Risiken bei einer ungewollten Beendigung.
Der Unterricht findet an 2 Abenden unter der Woche von 17:30 Uhr bis 20:45 Uhr und an einem Samstag im Monat von 9:00 bis 15:30 Uhr statt.
• Mitarbeiter/innen im Rechnungswesen und der Buchhaltung, die den Schritt von der laufenden Buchführung zur eigenständigen Abschlusserstellung machen wollen.
• Inhaber/innen, Geschäftsführer/innen und Nachfolger/innen von KMU, die die steuerlichen und bilanziellen Strukturen ihres eigenen Unternehmens grundlegend verstehen wollen.
• Absolventen von Grundlagenkursen (wie Finanzbuchhaltung kompakt), die sich gezielt im Bilanzrecht spezialisieren möchten.
• Sichere Kenntnisse in der laufenden Finanzbuchhaltung (Buchen von Geschäftsvorfällen, Kontenrahmen).
• Grundkenntnisse im Steuerrecht sind vorteilhaft, aber keine zwingende Voraussetzung.